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Haftungsausschluss

Was?

Wir verbinden zu Fuß, per Rad und Rollstuhl, teilweise auch per Bahn die vier geplanten oder schon genutzten Atommüll-Endlager in Deutschland, die räumlich nahe beieinander liegen. Geplanter Zeitraum ist 20. – 27. Juli 2005, unsere letzte Station wird das Sommercamp im Wendland sein.

 Warum?

Wir setzen uns ein für ein sofortiges Ende der Uranförderung, der Atomenergie-Nutzung und aller Planungen für atomare Anlagen und Waffen.  Aber schon jetzt hinterlassen wir Menschen unseren Kindern und vielen Generationen nach ihnen riesige Mengen hochgiftiger radioaktiver Rückstände in verseuchten Gebieten und unsicheren Atommüll-Lagern. Die Halbwertszeit von Plutonium 239 beträgt 24.400 Jahre; nach dieser Zeit ist immer noch die Hälfte der ursprünglichen Strahlung vorhanden. Vor 24.000 Jahren war die letzte Eiszeit auf ihrem Höhepunkt! 

Welches Endlager hätte über diesen Zeitraum hinweg die Strahlung ferngehalten? Welche Schrift, welche Symbolik, welche Sprache aus jener Zeit wäre heute noch verständlich, um warnen zu können? Kann die Bewachung des Atommülls wirklich Aufgabe der Konzerne und der Regierung bleiben? Ungelöste Fragen – aber zur Zeit werden Tatsachen geschaffen, als wüssten wir die Antworten.

Wo? Wann?

Neben zahlreichen Zwischenlagern gibt es in Deutschland vier faktische oder geplante Atommüll-Endlager:

20. 7. 05:   Schacht Konrad stillgelegtes Eisenerz-Bergwerk bei Salzgitter, geplant als Lager für schwach- und mittelaktiven Atommüll. Genehmigt bereits seit 2002, die Inbetriebnahme wird durch die laufenden Klageverfahren verzögert.

               21. 7. 05:   Wolfenbüttel

22. 7. 05:   Asse II  ehemaliges Salzbergwerk bei Wolfenbüttel, „Versuchs“-Endlager, in dem 125.000 Fässer mit schwach- und 1.300 Fässer mit mittelaktivem Atommüll liegen. Seit 1991 Laugenzuflüsse aus dem Berg, denen mit einem bisher noch nirgendwo erprobten „Schutzfluid“                begegnet werden soll. 

                23. 7. 05: Helmstedt

                24. 7. 05: Besinnung und Ruhe

25. 7. 05: Morsleben  stillgelegtes Salzbergwerk bei Helmstedt, zentrales Atommüll-Lager der DDR. Zustand marode, teilweise einsturzgefährdet. Wie viel und welcher Atommüll dort eingelagert wurde, ist nicht mehr genau nachzuvollziehen

   

26. 7. 05: Gorleben  geplanter Endlager-Standort für hochradioaktiven Müll. „Erkundungen“ des Salzstocks sind zur Zeit unterbrochen, bis ein neues Auswahlverfahren beschlossen ist. Zwischenlager für Castoren aus der Wiederaufbereitungsanlage La Hague in einer offenen Leichtbauhalle.

               27. 7. 05: Abschluß

 

Wie?

Wir legen die Wege zwischen den einzelnen Stationen so weit wie möglich aus eigener Kraft zurück. Jede und jeder in der Form, die für sie / ihn passend und möglich ist. Die langsame – menschengemäße - Art der Fortbewegung kann uns helfen, uns aus dem eigenen Alltag zu lösen, achtsam und in wirklicher Gemeinschaft mit anderen unterwegs zu sein, das, was uns begegnet, bewusster wahrzunehmen.

„Verantwortung ist keine Last, die wir auf den Schultern tragen, sondern die Antwort unseres Herzens auf die Situation unserer Welt.“ (Joanna Macy)

Angesichts der atomaren Situation wollen wir zur Sprache bringen, was wir empfinden, wissen und wünschen, und auch die danach fragen, denen wir begegnen. Wir schreiben Atomgeschichte – für uns und für die, die nach uns kommen.

Das drücken wir aus mit Theaterspiel, Pantomime, Tanzen, Singen, Texten, Plakaten und .... 

Damit wollen wir die Gruppen vor Ort unterstützen, Aufmerksamkeit erregen und zu Voraussicht und Handeln ermuntern. 

Unserer Kreativität sind (fast) keine Grenzen gesetzt!

 Und wir freuen uns über alle, die sich mit uns auf diesen Weg begeben.